ProBAs ist ein Modellprojekt zur beruflichen Weiterqualifikation von schwerbehinderten Bachelor-Absolventen/-innen.
Die Teilnehmer/-innen erwerben bei den ProBAs-Projektpartnern erste berufliche Erfahrungen in Forschung, Wissenschaft oder Verwaltung.
Sie eignen sich Qualifikationen an, die ihre Berufschancen verbessern oder für ein weiterführendes Master-Studium erforderlich sind.
Die Angebote reichen von der Mitarbeit in Forschungsprojekten und der Wahrnehmung administrativer Aufgaben bis zum Erwerb von Schlüsselqualifikationen.
Die Projektstellen sind auf drei Jahre befristet.
Das deutsche Hochschulsystem ändert sich im Zuge des Bologna-Prozesses grundlegend. Alle Studiengänge werden auf das zweistufige
Bachelor-/Master-Studiensystem umgestellt.
Der Arbeitsmarkt ist aber in vielen Bereichen nur ungenügend auf die neuen Bachelor-Abschlüsse vorbereitet.
Auch Universitäten und Forschungseinrichtungen verfügen bisher über nur wenige Stellen für Bachelor-Absolventen/-innen.
Es ist zu befürchten, dass Personen mit einem Bachelor-Abschluss kaum qualifizierte und gut bezahlte Positionen einnehmen können.
Diese Problematik stellt sich für schwerbehinderte Bachelor-Absolventen/innen um einiges folgenschwerer dar!
Behinderte Studierende benötigen vielfach technische Hilfen oder Assistenzen, um erfolgreich ein Studium absolvieren zu können. Die notwendige
Unterstützung wird ihnen oft nur unzureichend gewährt. So ist Studierenden mit Behinderung häufig der Zugang zu einem Masterstudium versperrt, weil
die notwendigen Hilfen oder Assistenzen mit Verweis auf den Bachelor als berufsqualifizierenden Abschluss versagt werden. Diese Praxis erschwert es
behinderten Menschen, die vom Arbeitsmarkt geforderten Qualifikationen zu erwerben.
Eine berufliche Tätigkeit ist jedoch für behinderte Menschen eine besonders wichtige Voraussetzung, um aktiv am Leben der Gesellschaft teilzuhaben.